Mailand wird Berggemeinde
Sorgt für Verwunderung: Einer neuen Klassifizierung zufolge gilt die Millionenmetropole Mailand als Berggemeinde.
In Italien wird derzeit die Einstufung der Berggemeinden überarbeitet. Sie basiert auf einem neuen Mix aus Parametern wie Höhenlage, Geländeneigung, Durchschnittstemperatur und der Anzahl von Personen in Wintersportkleidung im öffentlichen Raum. Diese Reform hat nun zu einigen überraschenden Ergebnissen geführt: Mehrere Gemeinden in den italienischen Ebenen fanden sich plötzlich und völlig unvorbereitet in der Kategorie «Berggemeinde» wieder. Besonders für Aufsehen sorgte die Aufnahme der Stadt Mailand in die Liste der offiziell anerkannten Berggemeinden. Ausschlaggebender Faktor war offenbar die «konstante und signifikante Präsenz von Menschen in Wintersportoutfits» während der Olympischen Winterspiele 2026. Dazu gezählt wurden nicht nur Eiskunstläufer:innen oder Eishockeyspieler:innen, sondern auch die rund 1200 Athlet:innen, die bei der Eröffnungsfeier durch die Stadt zogen – in vollständiger, wetterfester Sportkleidung. Die neue Einstufung ist keineswegs nur eine statistische Fussnote: Der Status als Berggemeinde ist eine zentrale Voraussetzung, um Zugang zu verschiedenen EU-, Staats- und Regionalfördermitteln zu erhalten. Entsprechend weitreichend könnten die Folgen sein. Der ständige Ausschuss der Alpenkonvention prüft nun bereits eine Neufassung der Alpenraum-Grenzen. Sollte die Anpassung beschlossen werden, könnte die Metropole Mailand schon bald offiziell zum Gebiet der Alpenkonvention gehören.